Bearbeitungen erfassen

Um eine neue Bearbeitung zu programmieren wählen Sie im unter „BAZ-Datenbank“ den Punkt „Bearbeitungen“ aus.

Im folgenden Fenster können Sie eine Serie auswählen.

Wir empfehlen Ihnen die Bearbeitungseinträge aller Serien anzeigen zu lassen. Klicken Sie hierfür auf die Schaltfläche “Alle Serien” oben rechts.

Die “BAZ-Bearbeitung” öffnet sich:

Die Eingabemaske ist in drei Bereiche aufgeteilt:

Im unteren Bereich befindet sich der Vorschaubereich. Auf der linken Seite wird der Profilquerschnitt mit Referenzpunkten dargestellt. Rechts daneben können Sie sehen, wie die Bearbeitungen auf dem Stab abgeordnet werden.

Im oberen Bereich befindet sich auf der linken Seite eine Liste mit allen Bearbeitungen, die für diese Serie vorhanden sind.

Rechts neben der Liste geben Sie die Daten für eine Bearbeitung ein. Im Folgenden werden die Eingabemöglichkeiten erläutert.

Tragen Sie bei “Name” die Bezeichnung der Bearbeitung ein. Im CNC-Abkürzungsverzeichnis können Sie die geläufigsten Abkürzungen für Bearbeitungsnamen ansehen.

Unter Gruppentyp tragen Sie die Art der Bearbeitung ein. Die folgenden Einträge stehen Ihnen zur Auswahl:

  • Türbeschlag
  • Fensterbeschlag
  • Eckverbinder
  • T-Verbinder
  • Pressleiste laufend
  • Profilverbindung laufend
  • Entwässerung / Belüftung
  • Freie Gruppe
  • Endbearbeitung
  • HST Übergang
  • Fassaden Fußpunkt
  • T-Verbinder schräg
  • Eckverbinder schräg
  • Glasausnehmung
  • Band
  • Schließblech
  • Zusatzschließblech
  • Schließblech für Sperre

Wird die Option Zusatzbearbeitung aktiviert, lässt sich diese Bearbeitung in der BAZ Bearbeitung der Position auf dem Stab über die Importfunktion direkt auswählen.

Den Punkt “Nicht updaten” aktivieren Sie, wenn Sie eine Systembearbeitung geändert haben und diese nicht von einem Datenbank-Update überschrieben werden soll.

Tragen Sie unter “Info 1” und “Info 2” kurze Beschreibungen für die Bearbeitung ein.

Die Bearbeitungen programmieren Sie an einem “Referenzprofil”. Der Vorteil: Die Bearbeitungen können auch auf anderen Profilen mit derselben Kontur ausgeführt werden. Die Zuordnung verschiedener Profile zu den Bearbeitungen erfolgt in den Bearbeitungsgruppen. Lesen Sie hierzu mehr in dem Kapitel “Bearbeitungen gruppieren“.

Unter “Seite” legen Sie die Seite fest, von der bearbeitet wird. Wenn Sie die Seite 1,2,3 oder 6 angeben haben, wird die Seite in der Skizze nach rechts gedreht. Diese Darstellung ist unabhängig von der Lage in der Maschine, die Skizze dient lediglich zur Darstellung der Bearbeitung beim Programmieren.

Die Seite des Profils drehen Sie so, dass das Werkzeug von der rechten Seite auf das Profil trifft. Soll das Profil auf der linken Seite bearbeitet werden, drehen Sie dementsprechend das Profil.

Hinweis: Auf der Seite 4 / 5 werden ausschließlich Klinkungen bearbeitet.

Um Bearbeitungen so anzulegen, dass Sie z. B. bei linken und rechten Türen nicht mehrfach programmiert werden müssen, werden “Referenzseiten” verwendet. Wenn Sie nach der folgenden Tabelle die Referenzseiten belegen und das Profil z. B. andersherum eingesetzt wird, werden die Bearbeitungen automatisch gespiegelt. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch unter CNC Tipps & Tricks.

Die Funktion „gespiegelt (Innen/Außen)“ benötigen Sie, um Bearbeitungen auch auf gespiegelten Profilen zu verwenden. Beispielsweise werden die Profile in Stahlserien sowohl normal als auch gespiegelt ermittelt. In Aluminium-Serien gibt es Profile, bei denen Innen- und Außenschalen von der Kammer her gleich sind und entsprechend für innen und außen verwendet werden können. Die gespiegelten Profile müssen dementsprechend auch in den BAZ-Gruppen als gespiegelt eingetragen werden.

Aktivieren Sie die Option „nur von oben bearbeiten“, wenn die Bearbeitung nur von oben ausgeführt werden sollen, um z.B. den Winkelkopf Ihrer Maschine nicht einzusetzen.

Direkt darunter finden Sie zehn Reiter mit der Bezeichnung 1-10. In jedem Reiter kann eine separate Bearbeitung angelegt werden.

In dem Reiter wählen Sie als erstes unter “Typ” den Bearbeitungstyp aus.

Die folgenden Bearbeitungen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Bohrung
  • Kreistasche
  • Langloch
  • Rechtecktasche
  • Gewinde
  • Klinkung
  • T-Klinkung
  • Blechschrauben
  • Einnietmutter
  • PZ Standard
  • RZ Kaba innen und außen
  • Senkung
  • Rosette
  • Drückerloch
  • Stahlverschraubung
  • Flow Drill
  • Schwalbenschwanz
  • Abrunden
  • Schnittebene

Unter “Frästyp” wählen Sie, ob die Bearbeitung ausnehmend ausgeführt wird, oder ob der Fräser lediglich die Kontur abfährt.

Mit den Eingaben für „Bezug Y” und “Bezug Z“ werden die Positionierung der Bearbeitungen anhand der Referenzpunkten des Profils festgelegt. Damit wird gewährleistet, dass Bearbeitungen für verschiedene Profile anwendbar sind.

„Delta X“: Die Verschiebung der Bearbeitung zum Einfügepunkt wird hier eingetragen. Folgende Regeln sind bei der Eingabe von Delta X anzuwenden:

  • senkrechte Profile: “+” nach oben
  • waagerechte Profile (ohne Einsatzbezug): “+” nach rechts
  • waagerechte Profile (mit Einsatzbezug:): “+” zur Griffseite

„Position Y“ gibt die Position in Y-Richtung unter Berücksichtigung von Bezug Y an.

Unter „Durchmesser“ (Kreistasche, Bohrung), „Länge“ (Rechtecktasche, Langloch), „Breite“ (Rechtecktasche, Langloch) und „Eckenradius“ (Rechtecktasche) legen Sie die Maße der Bearbeitungen fest. Bei der Eingabe für “Bohrungen Gewinde” haben Sie die Möglichkeit, die Option “Flowdrill” zu aktivieren.

Der „Kippwinkel“ (bei Rechtecktasche, Langloch) dreht die Bearbeitung in der Draufsicht.

Um eventuelle Kollisionen zu vermeiden, aktivieren Sie die Funktion “Automatische Wanderkennung”. Die automatische Wanderkennung wird immer von der äußersten Profilkante ermittelt. Unter “Bearbeitungen bis” tragen Sie den entsprechenden Wert für die Wanderkennung ein.

„1., 2., 3 Bearbeitung ab (Z)“ gibt den Start der Bearbeitung an. Bis zu der angegebenen Position (abzüglich des Vorlaufs) wird das Werkzeug im Schnellvorlauf gebracht.

Die „Bearbeitungstiefe“ gibt die Tiefe der jeweiligen Bearbeitung an. Programmieren Sie mit Bearbeitungstiefe und Bearbeitung nur die tatsächliche Bearbeitungstiefe.

Wenn Sie mehrere Bearbeitungen in den Reitern eingegeben haben, können Sie diese gruppieren und Prioritäten zuweisen. Damit beeinflussen Sie die Reihenfolge, wie das Profil auf der Maschine bearbeitet werden soll. Geben Sie hierfür die jeweilige die Nummer unter “Priorität” und “Gruppe” ein.

Den Sicherheitsabstand (Vorlauf) und die zusätzliche Tiefe der Bearbeitung (Nachlauf) geben Sie zentral im BAZ-Betriebsstandard ein. Soll der Nachlauf bei einer Bearbeitung nicht durchgeführt werden, aktivieren Sie den Schalter „Bearbeitung ohne autom. Nachlauf“.

Soll die Bearbeitung ohne die in der BAZ-Betriebsstandard eingetragenen Abstufung ausgeführt werden, aktivieren Sie die Option „Bearbeitung ohne autom. Abstufung“.

Wenn Sie die Bearbeitung mit einer Senkung ausführen wollen, aktivieren Sie die Funktion “Mit Senkung”. Hinweis: Die zusätzliche Senkung wird nicht in der Schnittzeichnung dargestellt. Weiterhin muss ein Werkzeug mit dem entsprechenden Typ (Senker) vorhanden sein und die Werkzeugzuordnung muss aktiviert sein.

Aktivieren Sie die Funktion “Nur ausführen, wenn Werkzeug hier zugeordnet”. Klicken Sie in das Feld darunter, um Ihre Maschine und das entsprechende Werkzeug auszuwählen.

Doppelklicken Sie auf die Maschine, um ein Werkzeug auszuwählen.

Hinweis: Das hier ausgewählte Werkzeug muss immer in der Maschine sein. Wenn das Werkzeug deaktiviert oder umbenannt wird, führt das Programm die Bearbeitung nicht mehr aus.

Hinweis: Wenn Sie die Funktion “Nur ausführen, wenn Werkzeug hier zugeordnet” deaktivieren, müssen Sie vorher das Werkzeug aus der Liste wieder entfernen und den Status der Werkzeugzuordnung der Maschine zurückstellen. Ansonsten wird die Deaktivierung nicht übernommen.