Durch die Auswahl des Gesamtenergiedurchlassgrades bestimmen Sie, wie viel solarer Energieeintrag über ein Verglasungs‑ oder Sonnenschutzsystem in den Innenraum gelangt. Der g‑Wert beschreibt dabei sowohl die direkt durchgelassene Sonnenstrahlung als auch die durch Absorption erwärmte und nach innen abgegebene Strahlung. Er ist ein zentraler Kennwert für die energetische Bewertung von Glas und Sonnenschutzsystemen und hat direkten Einfluss auf sommerlichen Wärmeschutz, Raumklima und Energieeffizienz.

Die Norm EN 410 bewertet ausschließlich das Glas selbst und gibt an, wie viel Gesamtenergie ein bestimmter Verglasungstyp in den Innenraum einträgt. Typische Anwendungsfälle sind Vergleiche zwischen Einfach‑, Doppel‑ oder Dreifachverglasungen sowie die Einschätzung von Sonnenschutzgläsern mit reduzierter Energieeintragung.

Die Norm EN 13363 erweitert diesen Ansatz um kombinierte Glas‑/Sonnenschutzsysteme. Sie berücksichtigt zusätzlich die Wirkung innenliegender, außenliegender oder im Scheibenzwischenraum integrierter Sonnenschutzelemente. Dadurch lässt sich der tatsächliche Gesamtenergiedurchlassgrad eines kompletten Systems realitätsnah abbilden. Je nach Systemaufbau können die Werte deutlich unter denen reiner Verglasungen liegen, insbesondere bei effektiven außenliegenden Sonnenschutzlösungen.

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 410

Dieses Merkmal beschreibt den g‑Wert eines Glases und gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie in den Innenraum gelangt. Er setzt sich aus direkter Transmission und der nach innen abgegebenen absorbierten Strahlung zusammen.

 

Gesamtenergiedurchlassgrad EN 13363

Der g‑Wert nach EN 13363 beschreibt die Gesamtenergieaufnahme eines Glas‑/Sonnenschutzsystems. Er berücksichtigt solare Transmission sowie absorbierte Strahlung, die ins Gebäude abgegeben wird.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils gültigen Normen und technischen Bewertungsdokumente.