Dieses Merkmal prüft, wie gut ein Bauteil Regenwasser abhält, das mit Winddruck auf die Oberfläche trifft. Es bewertet die Dichtheit in verschiedenen Belastungsstufen und Einbausituationen, abhängig vom Schutzgrad der Einbaulage.
- Verfahren A: Für Elemente ohne baulichen Schutz (z. B. ohne Vordach).
- Verfahren B: Für Elemente mit teilweise geschützter Lage (z. B. Vordächer, Überstände, Laibungen).
| Klasse Methode A | Klasse Methode B | Prüfdruck (Pa) | Dauer (min) | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 1A | 1B | 0 | 15 | Grundlegende Dichtheit |
| 2A | 2B | 50 | 20 | Geringe Wetterbelastung |
| 3A | 3B | 100 | 25 | Übliche Beanspruchung |
| 4A | 4B | 150 | 30 | Erhöhte Beanspruchung |
| 5A | 5B | 300 | 35 | Starkes Wind‑Regen‑Ereignis |
| 6A | 6B | 360 | 40 | Hohe Belastung |
| 7A | 7B | 300 | 45 | Sehr hohe Belastung |
| 8A | – | 450 | 50 | Extrem beansprucht (nur A) |
| 9A | – | 600 | 55 | Sehr hohe Exposition (nur A) |
| E | – | >600 | Keine definierte obere Grenze (nur A) |
Beispiele:
- Klassen 1A–3A (0–100 Pa): Fenster in geschützten Innenlagen oder mit geringem Winddruck.
- Klassen 4A–6A (150–250 Pa): Typische Wohngebäude in üblichen Witterungszonen.
- Klassen 7A–9A (300–600 Pa): Starke Beanspruchung, z. B. exponierte Lagen oder Küstenregionen.
- Verfahren B (1B–7B): Für Einbausituationen mit Vordach, Laibung oder Überstand.
- Klasse E: Für extreme Regen‑ und Windereignisse, bei denen > 600 Pa erreicht werden.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils gültigen Normen und technischen Bewertungsdokumente.