Dieses Merkmal beschreibt, wie gut ein Element Winddruck und Sog standhält, ohne unzulässig zu verformen oder Schaden zu nehmen. Bewertet werden die Rahmendurchbiegung und der Prüfdruck, die die Belastbarkeit des Fensters oder der Tür bestimmen.
Rahmendurchbiegung
Die Rahmendurchbiegung beschreibt die maximale Verformung des Elementrahmens unter Windlast, bevor die zulässige Grenze überschritten wird.
| Klasse | Relative frontale Auslenkung |
|---|---|
| A | ≤ L/150 |
| B | ≤ L/200 |
| C | ≤ L/300 |
Beispiele:
- Klasse A: Fenster in geschützten Innenhoflagen oder Erdgeschossbereichen.
- Klasse B: Fenster in Wohngebäuden mit normaler Windbeanspruchung.
- Klasse C: Elemente in oberen Geschossen oder exponierten Lagen, z. B. Küstenregionen.
Prüfdruck
Der Prüfdruck gibt an, welchen Winddruck ein Element im Test standhalten muss, ohne bleibende Verformungen oder Schäden zu zeigen.
| Klasse | Prüfdruck (Pa) |
|---|---|
| 1 | 400 |
| 2 | 800 |
| 3 | 1200 |
| 4 | 1600 |
| 5 | 2000 |
| E | >2000 |
Beispiele:
- Klasse 1: Fenster in innerstädtischen Erdgeschossen oder geschützten Hinterhöfen
- Klasse 2: Fenster in Einfamilienhäusern oder mittleren Geschossen.
- Klasse 3: Fenster in höheren Etagen von Mehrfamilienhäusern.
- Klasse 4: Fenster in Hochhäusern oder ungeschützten Berg- und Küstenlagen.
- Klasse 5: Elemente in Hochhäusern der oberen Etagen oder Industriegebäuden mit extremer Exposition.
- Klasse E: Spezialkonstruktionen in Hochhausspitzen, Sturmzonen oder sicherheitskritischen Bereichen.